Dossier · 26. Oktober 2026 · kostenlos
Der Elektroschwamm
Warum Deutschland für 700 Milliarden Euro das falsche Netz baut – und wie die dezentrale Alternative aussieht.
Worum es geht
Deutschland steuert beim Stromnetzausbau auf 650 bis über 730 Milliarden Euro bis 2045 zu. Allein die Prognose für das Übertragungsnetz sprang zuletzt von 320 auf 440 Milliarden Euro. Ich habe das behandelt wie einen Fall aus meinem Buch „Die Ermittler-Formel“: erst die Lage, dann die Spur des Geldes, dann die Anforderung hinterfragen.
Die Spur des Geldes
Die Anreizregulierung sieht für Netzbetreiber eine kalkulatorische Verzinsung von 5 bis 7 Prozent vor. Real erzielten die Verteilnetzbetreiber 2023 im Schnitt 20,2 Prozent Eigenkapitalrendite – bezahlt über die Netzentgelte aller Stromkunden. Kupfer rechnet sich für den, der es verlegt.
Die Alternative
Deutschland hat rund 600.000 Trafostationen. Bestückt man ein Drittel davon mit je 250 Kilowattstunden Natrium-Speicher, stehen 50 Gigawattstunden im Netz – mehr als alle deutschen Pumpspeicher zusammen (rund 40) und mehr als doppelt so viel wie alle Batteriespeicher heute (rund 22). Im Bestand, ohne einen Quadratmeter Neuversiegelung. Und mit einem sicherheitspolitischen Gewinn: 200.000 Speicherpunkte machen Ortsnetze inselfähig. Aus dem Blackout wird eine Lokalstörung.
Im Dossier finden Sie die vollständige Analyse mit allen Zahlen und Quellen: Netzausbau-Kosten, Renditemechanik, die Grenzen des Wasserstoffs, die Wirtschaftlichkeit und Sicherheit der Natrium-Ionen-Technik und den Ernstfall.
Den Ernstfall habe ich als Thriller durchgespielt
Wie wir einen Krieg in Deutschland erleben könnten – davor, währenddessen und danach –, erzähle ich unter meinem Autorennamen Paco Bay in „Stuttgart: Wenn das Licht ausgeht“. Die Methode hinter der Analyse steht in „Die Ermittler-Formel“. Beide Bücher gibt es hier und überall im Buchhandel.